Patentlösung: Eine junge Frau erlebt mit, wie ein Mann vor der Sicherheitskontrolle des Düsseldorfer Flughafens an Zyankali-Vergiftung stirbt – und muss feststellen, dass sie selbst das stärkste Mordmotiv hatte, weil das Opfer am Tod ihres Vaters schuld war.
Blutasche: Als ein seit Kriegsende verschollenes berühmtes Gemälde wieder auftaucht, wittert die Biografin des letzten Besitzers einen Betrug. Sie beginnt nachzuforschen – und gerät unter Mordverdacht, als ihr wichtigster Informant erschlagen wird.
Zwei grausige Morde
Zwei ungewöhnliche Frauen, die auf eigene Faust ermitteln
Zwei Fälle für den kauzigen Hauptkommissar Zeitz
Carla Rots Kriminalromane leben “von facettenreichen Figuren, lebendigen Dialogen, einer klaren Sprache und einer subtilen Spannung, die sich durch perfektes Timing der Erzählstränge aus den verschiedenen Perspektiven aufbaut.“ (schreiblust.de)
![]() |
![]() |
Presse
Heiß und hoch her geht es auch in dem Kriminalroman “Blutasche” (…)
Spannend Vergnügliches über grausig Despektierliches (berlinkriminell.de)
Ein Lesegenuss für alle, die vielschichtige Figuren und eine wirklich gute Erzählerin zu schätzen wissen. (Amelia Blog)
Mit einer beeindruckenden Leichtigkeit hat sie alles in die vorliegenden 238 Seiten gepackt, was einen guten Krimi ausmacht. (ekz-Informationsdienst)
Leseprobe (aus “Patentlösung”):
Kommissar Flessner hielt sich für einen geduldigen Menschen. Aber manche Zeugen stellten seine Langmut doch auf eine harte Probe. Der Mann vom Sicherheitsdienst war schon schlimm genug gewesen: Er brachte es einfach nicht fertig, seine Geschichte anders zu erzählen als Schritt für Schritt für Schritt. Wo er gestanden hatte, als er das Opfer zum ersten Mal sah. Was er zu ihm gesagt hatte. Was das Opfer erwidert hatte. Was er darauf geantwortet hatte. Und so weiter. Wenn man ihn unterbrach und versuchte, ein bisschen schneller zum Wesentlichen zu kommen – fast forward gewissermaßen – wurde alles noch schlimmer: Dann geriet er völlig durcheinander, verhedderte sich, erzählte dreimal dasselbe und fing schließlich von vorn an.
Aber wenigstens hatte er sich an das gehalten, was er gesehen und gehört hatte. Von dieser Zeugin konnte man das nicht gerade behaupten.
“… er nahm die Tablette, und gleich danach fiel er um. Also muss es die Tablette gewesen sein. Oder? Könnte ihm jemand was ins Wasser geschüttet haben? Schwierig wäre das doch nicht, oder? Man lenkt ihn ab, und …”
So ging das schon seit zehn Minuten. Ohne jedes Wohlwollen betrachtete Flessner die junge Frau, die vor ihm in einer Ecke des Sicherheitsbereichs stand. Eigentlich sah sie gar nicht schlecht aus. Lockige blonde Haare, gute Figur – ein bisschen zu unordentlich in diesem grünen Rock und der flattrigen Bluse, die sie statt einer Jacke über dem T-Shirt trug, aber auf ihre Art hatte sie durchaus Stil. Wenn sie nur nicht so viel Unsinn geredet hätte.
“Können wir bitte bei der Sache bleiben? Sie haben also gesehen, wie er die Tablette nahm …”
“Genau. Er trank einen Schluck aus seiner Flasche, dann warf er sie weg. Man darf ja keine Flüssigkeiten mehr mit reinnehmen … Haben Sie die Flasche gefunden? Lassen Sie sie auf Gift untersuchen?”

